Aktuelle PEI Liste ein Fake für Omikron?

Welche Schnelltests können Omikron erkennen?

Antigen-Schnelltests können Omikron nicht so gut nachweisen wie die Delta-Variante des Corona-Virus, stellte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde letztes Jahr fest. Auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hatte in einer groß angelegten Studie große Zweifel an der Wirksamkeit von Schnelltests. Das IQWiG steht übrigens über den Gemeinsamen Bundesausschuss unter der Rechtsaufsicht des Gesundheitsministers.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) des Bundesgesundheitsministeriums widerspricht aber halbherzig und geht davon aus, „dass die allermeisten der in Deutschland angebotenen und positiv bewerteten Antigentests eine Omikron-Infektion nachweisen können“. Ärzte und Virologen empfehlen jetzt zur Sicherheit, mehrere Schnelltests hintereinander zu machen. Der Schnelltest gleicht dann jedoch eher einer Lotterie als einem validen Ergebnis.

Das PEI behauptete, ohne eingehende Untersuchungen gemacht zu haben, dass auch 80 Prozent der Schnelltests für Omikron geeignet sein sollen. Dann schob das Insitut hinterher, dass allerdings noch weitere Studien speziell mit Omikron-Infizierten notwendig seien, um eine endgültige Aussage treffen zu können.

Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/kommentar-empoerung-wegen-genesenen-alarm-bei-tests-5-corona-themen-die-lauterbach-jetzt-klaeren-muss_id_41187804.html

Omikron: Funktionieren die Schnelltests noch?

Können Schnelltests auch Omikron erkennen? Die Antwort ist ein klassisches: Ja, aber. Schnelltests sind auch in der Omikron-Welle in der Summe sehr wertvoll. „Wir haben Antigenschnelltests und wir wissen eigentlich, die Antigentests, die helfen gegen dieses Omikron-Virus gut, so gut wie gegen die anderen Viren auch“, fasste es Christian Drosten in seinem jüngsten NDR-Podcast zusammen.

Das ist die beruhigende Nachricht. Fast alle in Deutschland verbreiteten Antigenschnelltests fahnden nicht nach dem Spikeprotein, das bei Omikron stark verändert ist, sondern nach dem Nucleocapsid-, kurz N-Protein, das sich bei Omikron nur ein bisschen verändert hat. „Das Coronavirus exprimiert im Körper große Mengen dieses N-Proteins“, sagt Björn Meyer, Virologe und Experte für Virusevolution an der Universitätsklinik Magdeburg. „Selbst wenn das N-Protein bei Omikron ein wenig anders aussieht, können die Tests es erkennen.“

Welcher Test erkennt Omikron am besten?

Leider ist der Markt für Schnelltestprodukte hierzulande wenig reguliert und sehr unübersichtlich. Die Angaben zur Güte der Tests beruhen meist auf Herstellerangaben. Die beste Übersicht in diesem Wildwuchs gibt bislang eine Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) mit Tests, die das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf Tauglichkeit geprüft hat.

Zum vollständigen Artikel: https://www.zeit.de/gesundheit/zeit-doctor/2022-01/schnelltests-omikron-zuverlaessig-antigentest-corona

Der Wendepunkt der Pandemie: In der Omikron-Welle kommt es auf 3 Dinge an

Die Omikron-Welle steht unmittelbar bevor. Deutschland rast mit verbundenen Augen darauf zu. Dabei birgt die neue Mutante auch eine Hoffnung. Wie wir die bislang schwierigste Herausforderung der Pandemie meistern können.

Auf drei Dinge kommt es an

Wenn man die in anderen Ländern gewonnenen Daten auf die Bundesrepublik überträgt, wird die derzeit abflauende Delta-Welle demnächst – wahrscheinlich zwischen Weihnachten und Mitte Januar – von einem Omikron-Kaventsmann abgelöst werden. Um uns darauf vorzubereiten, kommt es jetzt auf drei Dinge an.

Erstens müssen möglichst viele Menschen in der Altersgruppe ab 60 Jahren oder mit anderen Risikofaktoren eine Boosterinjektion erhalten. Zwei Dosen der mRNA-Impfstoffe von Biontech oder Moderna schützen bereits gegen die Delta-Variante nur unvollständig, gegen Omikron ist die Wirkung noch einmal 10- bis 40fach schlechter. Die dritte Spritze bewirkt in der Regel einen deutlichen Anstieg der gegen Omikron gerichteten Antikörper und kann höchstwahrscheinlich das Risiko besonders schwerer Verläufe senken.

Unklar ist jedoch, ob die Boosterung auch in relevantem Umfang Infektionen und die Weiterverbreitung der neuen Variante verhindert – nur dann würde sie zur Dämpfung der Infektionswelle taugen. Die Priorisierung der Risikogruppen ist deshalb wichtiger als je zuvor. Dass Deutschland die Auffrischimpfungen der Altersgruppe ab 60 nicht konsequenter vorangetrieben hat, erweist sich erneut als folgenschwerer Fehler.

Zweitens kann bei Freizeitveranstaltungen in Innenräumen für Geimpfte und Genesene nicht mehr auf die Schnelltests verzichtet werden. Aufgrund der immunologischen Besonderheiten der Omikron-Variante sind Geimpfte und Genesene nicht auseichend vor Infektion und Weitergabe des Erregers geschützt. Der Verzicht auf Schnelltests und eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen für 2G-Veranstaltungen war wegen der häufigen Impfdurchbrüche bereits bei Delta ein Fehler; in der bevorstehenden Omikron-Welle wäre dies absolut unverantwortlich.

Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, warum die Gesundheitsminister der Länder auf Vorschlag von Karl Lauterbach gerade beschlossen haben, dreifach Geimpfte bei 2G-plus-Veranstaltungen von der Testpflicht freizustellen. Selbst wenn die Boosterung tatsächlich eine relevante Verringerung der Ansteckungsgefahr durch Omikron bewirken sollte – wofür es bislang keinen Beweis gibt –, wäre vollkommen unklar, wie lange dieser Effekt anhält. Mit der Abschaffung der Tests für Dreifachgeimpfte, ausgerechnet vor Beginn der nächsten Infektionswelle, hat der neue Bundesgesundheitsminister möglicherweise den ersten schweren Fehler seiner Amtszeit begangen.

Angesichts der unklaren Auswirkungen der Omikron-Welle auf das Gesundheitssystem gilt es, drittens, die Kollateralschäden der staatlichen Gegenmaßnahmen besonders sorgfältig abzuwägen. Nach derzeitiger Datenlage scheint Omikron häufiger leichte Erkrankungen hervorzurufen als die vorherigen Spielarten des Pandemievirus. Dies liegt wahrscheinlich nicht in erster Linie an der Variante selbst, sondern daran, dass sie in großem Stil Geimpfte und Genesene befällt, deren Immunsystem ja bereits auf vorhergehende Versionen des Sars-CoV-2 abgerichtet wurde. In Südafrika verlaufen die Omikron-Infektionen wohl auch deswegen harmloser, weil die Bevölkerung jünger ist und bereits von drei verschiedenen Virustypen (B.1 aus Norditalien, Beta und Delta) durchseucht wurde.

Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/news/focus-online-kolumne-von-alexander-kekule-der-wendepunkt-der-pandemie-in-der-omikron-welle-kommt-es-auf-drei-dinge-an_id_26055346.html

Der große Antikörpertest bei stern TV (Video)

Das VitaLab Antiköpertest Gerät im Einsatz. Aufzeichnung der stern TV Sendung vom 01.12.2021.

Apotheken sollen für PoC-PCR-Test vergütet werden

Vergütung von 30 Euro

Apotheken und Arztpraxen, die in Kooperation mit medizinischen Laboren PoC-PCR Tests erbringen, sollen hierfür zukünftig eine Vergütung von 30 Euro erhalten. Das sieht ein Referentenentwurf zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung vor.

Apotheken führen derzeit vor allem PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 durch. Im Fall, dass dieser positiv ausfällt, können sie aber auch eine anschließende Probenahme für einen PCR-Test anbieten und diese selbst durchführen. Den Abstrich schickt die Apotheke dann an ein Labor.

Bis ein Ergebnis vorliegt, kann allerdings einige Zeit vergehen. PoC-PCR-Tests bieten jedoch die Möglichkeit, einen positiven Antigen-Test schnell und direkt vor Ort verifizieren zu können.

Vollständiger Artikel: www.deutsche-apotheker-zeitung.de

Antikörperspiegel liefert die besten Argumente für die Impfentscheidung

Habe ich genügend Antikörper?

Laborärzte-Chef Andreas Bobrowski sagt bei FOCUS Online, welcher Wert Sie vor Covid schützt – und wann eine Drittimpfung Sinn macht.. Nach der Corona-Impfung möchten viele erfahren, ob diese bei ihnen auch angeschlagen hat. Sie lassen ihre Antikörperspiegel checken.

Als Faustregel geht Bobrowski von folgenden Grenzwerten aus:

Liegt der Antikörperspiegel unter einem Wert von 21,8 BAU, hat die Person mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Immunschutz gegen Corona. über einem Wert von 44 BAU, hat die Person mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Immunschutz gegen Corona.

„Alles zwischen 21,8 und 44 liegt bislang noch in einer Grauzone“, räumt der Mediziner ein. „Wir wissen nicht genau, wie groß dieser Bereich wirklich ist. Generell können wir zwar davon ausgehen, dass eine Person mit einem BAU-Wert von über 1000 durchaus einen Vollschutz hat. Ob das allerdings nicht vielleicht schon bei 30 oder 40 der Fall ist, können wir im Moment noch nicht sagen.“

Patienten mit einem Wert von über 1000 rät der Mediziner aber generell von einer Drittimpfung ab: „Ihr Antikörpertiter ist hoch genug.“

Antikörperspiegel liefert die besten Argumente für die Impfentscheidung

Quelle: www.focus.de/gesundheit

„Zur Priorisierung des Impfstoff-Einsatzes gegen das Coronavirus stehen ausreichend Antikörpertests bereit“, informiert der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte (BDL) Dr. Andreas Bobrowski in der Diskussion um die Zuteilung der Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Quelle: www.bdlev.de

Zertifikat mit Antikörpertest – In der Schweiz geplant, in Österreich bereits da

Genesene, die sich nicht impfen lassen wollen, sollen einen Antikörpertest vorweisen können. In Österreich schon Usus.

Quelle: www.srf.ch/news/schweiz/

Apotheken dürfen PoC-PCR-Tests anbieten

In Baden-Württemberg wurde die Corona-Warnstufe ausgerufen. Dadurch, dass der Grenzwert für die Hospitalisierungsinzidenz überschritten wurde, benötigen ungeimpfte Bürger:innen für Besuche von Kino oder Restaurants ab sofort einen negativen PCR-Test. Personengruppen, die sich aktuell nicht impfen lassen können, seien von dieser Regelung ausgenommen, informiert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg.

Quelle: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/apotheken-duerfen-poc-pcr-tests-anbieten-warnstufe-in-bawue/

„Deepblue“-Tests an Schulen werden ersetzt

Schwerin, 22.11.2021

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat kurzfristig Ersatz für die nicht mehr zu verwendenden Testkits „Anhui Deepblue Medical Technology“ (COVID- 19 SARS-Co-V-2 Antigentest) besorgt. Die Vertriebsfirma hat zugesagt, Testkits eines anderen Herstellers kostenfrei bis zum Beginn der kommenden Woche an die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zu liefern. 145.000 Tests aus dieser Charge werden heute bzw. morgen an die Schulen versandt. Im Verlauf der Woche sollen dann weitere 780.000 Tests geliefert werden. Zusätzlich werden aus einer bestehenden Reserve des Landes 48.000 weitere Tests den Schulämtern zur Verfügung gestellt.

An einem Großteil der Schulen des Landes führen die Schülerinnen und Schüler am Montag und am Mittwoch die Tests durch. Schulen, die am Montag widererwarten nicht genügend Tests zur Verfügung haben, können die Testung auf Dienstag verschieben.

Das Ministerium hatte am vergangenen Mittwoch den weiteren Einsatz der Tests der Marke „Deepblue“ an den Schulen vorsorglich untersagt, nachdem in einer Probe eine Verunreinigung der Testflüssigkeit mit Bakterien festgestellt wurde. Bei ordnungsgemäßer Anwendung kommen Schülerinnen und Schüler mit der Testflüssigkeit nicht in Berührung.

Nachdem Mecklenburg-Vorpommern Deepblue Tests verboten hat, nun der nächste Schnelltest-Skandal in München

München, 21.11.2021

Nach dem Coronatest Skandal in Mecklenburg-Vorpommern nun auch Corona-Ärger bei der Stadt München: 120 000 Schnelltests sind verunreinigt und damit unbrauchbar. Wie andere Arbeitgeber auch, bietet die Landeshauptstadt ihren über 40.000 Mitarbeitern mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit für Schnelltests an. Die Verwaltung hatte dazu unter anderem das Produkt DeepBlue des Herstellers Medical erworben.

Schnelltests „DeepBlue“ des Herstellers Medical enthielten Darmbakterien.

Zuletzt war bekannt geworden, dass ein Labor in einem Test der Firma zwei verschiedene Bakterien-Arten nachgewiesen hatte, darunter das Darmbakterium e coli. Auch eine Vielzahl der von der Stadt erworbenen Tests war offenbar verunreinigt.

Quelle: www.tz.de/muenchen